
Info-Telefon 0800 / 54 000 54
Altenpflege ist immer im Wandel begriffen. In den letzten Jahren ist dabei auch die Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Bestandteil von Pflege geworden. Immer mehr Einwanderer kehren nach ihrer Erwerbstätigkeit nicht in ihr Heimatland zurück, sondern verbringen auch ihr Alter in Deutschland.
Schätzungen gehen davon aus, dass der Anteil der Migranten und Migrantinnen in der Altersgruppe der über 60-jährigen bis auf 25 Prozent im Jahr 2030 anwachsen wird.
Die AWO hat sich von Anfang im Dienst aller Menschen gesehen, unabhängig von parteipolitischen, religiösen oder weltanschaulichen Einstellungen und dem kulturellen Hintergrund.
Selbstverständlich arbeitet sie an angepassten Konzepten für kultursensible Pflege mit. Denn die Aufgaben sind komplex:
Erfahrungen haben gezeigt, dass der unterschiedliche soziokulturelle Hintergrund von Menschen Auswirkungen auf den Umgang mit Pflege, Medizin und Therapien hat.
So wird Alter und Kranksein in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich bewertet. Die Zugehörigkeit zu einer nicht-christlichen Religion etwa kann Einfluss auf Speisevorschriften oder Tagesablauf haben. Auch das Verständnis der Rolle von Verwandtschaft oder Privatsphäre kann von einem herkömmlich "deutschen" Verständnis abweichen. Daher ist es uns ein Anliegen, eine kultursensible Pflege und Betreuung zu gewährleisten, die der Biographie und den damit verbundenen kulturellen und migrationsbedingten Prägungen entsprechen.
Daraus entstehen auch Impulse für eine bessere Pflege für alle - Deutsche und Nichtdeutsche, Pflegebedürftige, Senioren und Fachkräfte.
Interkulturelles Lernen ist ein Prozess, in den alle Beteiligten eingebunden werden müssen. Reines Wissen genügt hierbei nicht. Grundlage erfolgreichen Arbeitens ist auch die Bereitschaft, gemeinsam immer weiter zu lernen.