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Käthe Kollwitz

Unsere Namensgeberin ist weltbekannt.

Die Ausnahmekünstlerin Käthe Kollwitz wird 1867 als Käthe Schmidt in Königsberg geboren. Sie erhält früh Kunstunterricht und studiert in Berlin, Königsberg und München. Neben dem Schaffen von Kunst entwickelt sie auch theoretische und programmatische Konzepte mit (siehe undefinedBerliner Sezession).

Der Verlust Ihres einziges Kindes Peter 1914 in Flandern ist bestimmend für viele Entscheidungen ihres späteren Lebens; sie wird Pazifistin und steht fortan dem Sozialismus nahe.

Der beladene Mensch
Besonders bekannt sind Käthe Kollwitz’ Graphiken und Plastiken. Ihre besondere Ausdrucksfähigkeit vermittelt greifbar nahe die Bandbreite menschlicher Gefühle. Armut, Not und Krieg sind wichtige Themen.

Während sie zunächst historische Sujets darstellt ("Ein Weberaufstand", 1897/1898; "Der Bauernkrieg", 1903-1908), wendet sie sich später, oft mit scharf gesellschaftskritischer Tendenz, aktuellen Themen zu (Holzschnittzyklus "Der Krieg", 1922-1923). Zu ihren herausragenden Werken zählen auch politische Plakate, wie "Helft Russland" (1921), "Nie wieder Krieg" (1924) und "Verhungernde Kinder".

Im Mittelpunkt ihrer Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte und Lithographien stehen typische Gestalten des Großstadtproletariats, im Spätwerk vornehmlich Mütter und Kinder.

Im Nationalsozialismus werden ihre Werke aus Ausstellungen entfernt, sie erhält Berufsverbot. Durch die Kriegswirren bedingt zieht Käthe Kollwitz mehrfach um. Am 22. April 1945, kurz vor Kriegsende, stirbt sie in einer Zufluchtsstätte in Moritzburg.

Zwei Museen, in undefinedBerlin, und in undefinedKöln, geben Einblick in das faszinierende Leben und Werk der Künstlerin.