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Das Berliner Projekt.

Das AWO-Pflegenetz nimmt am Berliner Projekt teil. Dieses Projekt wurde 1998 von der AOK Berlin, der IKK Brandenburg, der Berliner Krankenhausgesellschaft, dem Verband der Privat-Krankenanstalten Berlin-Brandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zur Verbesserung der Versorgungs- und Lebensqualität von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen gegründet. Rund 40 Pflegeeinrichtungen nehmen daran teil.

Damit hat Berlin einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung älterer Menschen geleistet. Durch eine effiziente Verzahnung von Pflegeleistungen (SGB XI) und ärztlicher Versorgung (SGB V) vermeidet das Berliner Projekt nachweislich unnötige Krankenhauseinweisungen und zusätzliche Kosten.

Die wichtigsten Prinzipien umfassen die patientennahe Versorgung, ganzheitliches Gesundheitsmanagement und Kostenminimierung durch verbesserte Organisation.

Dieses Projekt bietet rund um die Uhr ganzheitliche Betreuung und intensive Pflege von multimorbiden, chronisch und psychisch kranken Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt.

In den Einrichtungen sind - zu einem großen Teil fest angestellte - Ärzte und Therapeuten zusätzlich zum Pflegeteam in die Versorgung der Bewohner eingebunden.
Wichtige nennenswerte Vorteile für die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Pflegeeinrichtungen sind die qualifizierten Pflegemitarbeiter im multiprofessionellen Team, welche die Eckpfeiler für aktivierende Pflege und Betreuung bilden. Es gibt eine kontinuierliche ärztliche Versorgung mit 24-Stunden-Rufbereitschaft. Durch professionelle teamorientierte Kommunikation werden akute Krankheitsereignisse schnell erkannt und therapiert.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die therapeutische Behandlung mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Die bessere Rundum-Versorgung der Menschen ist dabei ausschlaggebend. Unnötige Krankenhauseinweisungen und Mehrfachuntersuchungen, mit dem damit einhergehenden Stress, werden vermieden. Die behandelnden Ärzte im Berliner Projekt kennen ihre Patienten und ihre Krankheitsanamnese und können so den Gesundheitszustand und dessen Veränderungen angemessen diagnostizieren und beurteilen und entsprechend agieren. Geriatrische Erfahrung und geriatrische Weiterbildungen sichern den Standard der Behandlung.

Die Merkmale des Berliner Projekts:

  • Fest angestellte Ärzte und/oder Vertragsärzte mit Erreichbarkeit „Rund-um-die-Uhr“
  • Kenntnis der Krankengeschichte mit optimalen Absprachen zwischen Pflegepersonal, Therapeuten und Ärzten zur individuellen Planung der Behandlung
  • Frühzeitiges Erkennen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes
  • Behandlung nach Möglichkeit in der vertrauten Umgebung des Bewohners unter Berücksichtigung seiner Wünsche und der Angehörigen, insbesondere auch in der letzten Phase des Lebens
  • Koordination der Zusammenarbeit mit Fachärzten

Das Konzept des Berliner Projektes verbindet das Prinzip einer patientenzentrierten Versorgung mit wirtschaftlichen Vorteilen. Es erfüllt zudem die spezifischen medizinischen Anforderungen der Heimbewohner - und sorgt für mehr Lebensqualität.